Spanien für Entdecker: 5 Ziele jenseits von Mallorca
Spanien ist mehr als Ballermann und Sonnenstrand. Von der galicischen Atlantikküste bis zur andalusischen Bergwelt – diese fünf Ziele zeigen das echte Spanien.
Mallorca ist schön. Das steht außer Frage. Aber Spanien hat mehr zu bieten als Strand und Sangria – und wer abseits der ausgetretenen Pfade reist, findet ein Land voller Kontraste, das noch echtes Entdecken ermöglicht.
1. San Sebastián – Wo Kulinarik zur Hochkunst wird
San Sebastián im Baskenland gilt als Welthauptstadt des Essens – und das ist keine Übertreibung. Mehr Michelin-Sterne pro Kopf als irgendwo sonst auf der Welt. Die Pintxos-Bars in der Altstadt (Parte Vieja) sind ein Pflichtprogramm: Jeder Tresen eine Ausstellung, jeder Bissen ein Erlebnis.
Dazu kommen zwei wunderschöne Stadtstrände (La Concha und Zurriola), die Möglichkeit zum Surfen und eine entspannte Atmosphäre, die sich von touristischen Hochburgen fundamental unterscheidet. San Sebastián ist überschaubar, fußläufig und vollständig unvergesslich.
2. Ronda – Die Stadt am Abgrund
Ronda liegt auf einem Felsplateau in Andalusien, geteilt durch eine 120 Meter tiefe Schlucht. Die Puente Nuevo – eine Brücke aus dem 18. Jahrhundert – verbindet die beiden Stadtteile und ist eines der spektakulärsten Bauwerke Spaniens. Was Fotos nicht vorbereiten: Wenn du am Rand stehst und nach unten schaust, ist das Atmen kurz.
Ronda ist auch eine der Wiegen des spanischen Stierkampfs und hat eine der ältesten Arenen des Landes. Ob man das ethisch befürwortet oder nicht – das Plaza de Toros ist architektonisch bemerkenswert. Der Rest der Stadt: weiß getüncht, ruhig, komplett sehenswert.
3. Costa Brava – Kataloniens wilde Küste
Die Costa Brava nördlich von Barcelona – von Tossa de Mar bis an die französische Grenze – ist das Gegenteil von Costa del Sol. Felsbuchten statt Massenstrände. Kleine Fischerdörfer statt Ferienresorts. Klares Wasser, das von tiefblau bis türkis wechselt, je nach Tiefe und Tageszeit.
- →Cadaqués – Das Dorf, das Salvador Dalí liebte. Weiß, bergig, ans Meer gebaut
- →Begur – Romanische Burg, mittelalterliche Gassen, fünf Minuten zu Fuß zum Meer
- →L'Escala – Startpunkt für Ausflüge zur griechisch-römischen Ausgrabungsstätte Empúries
4. Galicien – Der grüne Nordwesten
Galicien sieht aus wie Irland. Das ist kein Zufall – die Kelten waren auch hier. Grüne Hügel, Atlantikwind, Nebel, frischer Fisch direkt aus dem Hafen. Santiago de Compostela ist natürlich das bekannteste Ziel: Die Kathedrale, das Ziel des Jakobswegs, ist eine der eindrucksvollsten romanischen Kirchen Europas.
Wer mehr Zeit hat, fährt nach Pontevedra (einmal für eine Stunde autofrei, jetzt Vorzeigestadt für urbane Mobilität) oder an die Rías Baixas – Fjorde des Atlantiks, gesäumt von Weinbergen, aus denen der Albariño kommt. Einer der besten Weißweine der Welt. Und kaum einer kennt ihn.
5. Menorca – Die ruhige Schwester
Während Ibiza feiert und Mallorca brummt, schläft Menorca noch fast. Die zweitgrößte Baleareninsel ist seit 1993 UNESCO-Biosphärenreservat und hat entschieden, genau das zu bleiben. Keine Riesenhotels. Keine Megaclubs. Dafür: 216 Kilometer Küste, davon viele nur zu Fuß oder per Boot erreichbar.
Menorca beweist, dass Spanien und Ruhe kein Widerspruch sind – man muss nur die richtige Insel wählen.
Alle Ziele in diesem Artikel sind über Tivova mit günstigen Flügen erreichbar – oft mit interessanten Stopovern auf dem Weg.
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